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Die Ermächtigung und allgemeine Beeidigung der Dolmetscher/inne oder der Übersetzer/innen erfolgt gem. § 35 Abs. 1 JustG NRW auf schriftlichen Antrag, dem die Nachweise für die persönliche und fachliche Eignung beizufügen sind.

 

Die Ermächtigung und allgemeine Beeidigung der Dolmetscher/inne oder der Übersetzer/innen erfolgt gem. § 35 Abs. 1 JustG NRW auf schriftlichen Antrag, dem die Nachweise für die persönliche und fachliche Eignung beizufügen sind. Der Nachweis der vorgeschriebenen, auf sehr hohem Niveau liegende Sprachkompetenz wird sich bei vielen Sprachen nur durch eine erfolgreich abgeschlossene Hochschul-, Fachhochschul-, IHK oder staatlich anerkannte Prüfung erbringen lassen, zum Beispiel mit einem:  

  • Prüfungszeugnis der Industrie- und Handelskammer über eine Dolmetscher- oder ÜbersetzerPrüfung,

  • Dolmetscher- oder Übersetzer-Diplom eines Hochschulinstituts oder einer Fachhochschule (Fachbereich Sprachen) oder

  • Abschlusszeugnis über den erfolgreichen Besuch einer staatlich anerkannten Sprachschule.

Wenn für bestimmte, weniger verbreitete Sprachen der Nachweis der Sprachkompetenz auf dem Niveau von C 2 – insbesondere durch vorgenannte Prüfungen – nicht geführt werden kann, können ausnahmsweise auch geringere Sprachkenntnisse, die jedoch mindestens das Niveau der Stufe C 1 des europäischen Referenzrahmens erreichen müssen, als ausreichend angesehen werden. Diese Stufe erfordert Sprachkenntnisse, mit denen der Antragsteller ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen und sich spontan und fließend ausdrücken kann, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen.

Ferner muss er die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen können und sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen 6 Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden können.

Darüber hinaus müssen Sie in jedem Falle fundierte Kenntnisse der deutschen Rechtsprache – insbesondere auf den Gebieten des Zivil- Straf- und Verwaltungsrechts einschließlich des jeweiligen Verfahrensrechts – nachweisen, etwa durch die Vorlage von qualifizierten Zeugnissen oder Bescheinigungen über den erfolgreichen Abschluss eines entsprechenden Kurses. Es muss danach klar sein, dass Sie in der Lage sind, rechtliche Begriffe aus den verschiedenen Bereichen gerichtlicher Verfahren richtig zu verstehen und zutreffend zu übertragen.

Nach der erfolgreich absolvierten Prüfung stellen wir Ihnen ein Zeugnis aus, welches vom Oberlandesgericht Köln, Oberlandesgericht Düsseldorf, Oberlandesgericht HammOberlandesgericht ZweibrückenOberlandesgericht Koblenz  und Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht als Nachweis über sichere Kenntnisse der deutschen Rechtssprache anerkannt ist.